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12/07/2026

1000 Tage|Days|Días|Jours Völkermord|of Genocide|de Genocidio|de génocide in|en|à Gaza

 

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Offener Brief an den Bundesminister des Auswärtigen Herrn Dr. Johann Wadephul über die Auswirkungen der Schließung der iranischen Generalkonsulate

 


Sehr geehrter Herr Bundesminister,

mit diesem offenen Brief wenden wir uns an Sie, um auf die seit Oktober 2024 andauernden erheblichen praktischen Folgen der Schließung der iranischen Generalkonsulate in München, Frankfurt am Main und Hamburg aufmerksam zu machen.

Die Folgen der Konsulatsschließungen

Seit der Schließung dieser Einrichtungen sind zahlreiche Menschen mit iranischem Hintergrund in Deutschland gezwungen, für konsularische Angelegenheiten ausschließlich die Botschaft der Islamischen Republik Iran in Berlin aufzusuchen. Die daraus resultierenden Belastungen betreffen inzwischen tausende Bürgerinnen und Bürger und werfen Fragen nach der Verhältnismäßigkeit und den praktischen Auswirkungen dieser Entscheidung auf.

Unser Anliegen ist dabei ausdrücklich bürgernaher und humanitärer Natur. Es geht nicht um außenpolitische Bewertungen. Es geht nicht um diplomatische Fragen. Es geht um die konkrete Lebenswirklichkeit tausender Menschen, die in Deutschland leben und auf konsularische Dienstleistungen angewiesen sind.

Tausende Menschen sind betroffen

In Deutschland leben heute mehr als 300.000 Menschen mit iranischem Migrationshintergrund. Viele von ihnen benötigen regelmäßig konsularische Dienstleistungen, etwa in Passangelegenheiten, Personenstandsangelegenheiten, familienrechtlichen Angelegenheiten, Vollmachtsverfahren oder anderen behördlichen Angelegenheiten.

Mit der Schließung der Generalkonsulate in München, Frankfurt am Main und Hamburg wurde die gesamte konsularische Betreuung faktisch auf die Botschaft in Berlin konzentriert. Für zahlreiche Betroffene bedeutet dies weite Anreisen aus allen Teilen Deutschlands, oftmals verbunden mit erheblichem organisatorischem und finanziellem Aufwand.

Nach den Erfahrungen vieler Betroffener ist die Konsularabteilung der Botschaft seitdem dauerhaft stark ausgelastet. Lange Wartezeiten, überfüllte Warteräume und Schwierigkeiten bei der Terminvergabe gehören inzwischen für viele Besucherinnen und Besucher zum Alltag. Nicht selten sind mehrtägige Aufenthalte in Berlin erforderlich, wodurch zusätzliche Reise- und Übernachtungskosten entstehen.

Besonders belastend ist diese Situation für ältere Menschen, Familien mit kleinen Kindern, Menschen mit Behinderungen sowie Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen. Für sie stellt jeder notwendige Behördengang eine erhebliche körperliche, organisatorische und finanzielle Herausforderung dar.

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03/07/2026

Rheinmetall, Porträt eines Vernichtungsengels im Herzen Europas
Von der rheinischen Metallurgie zur weltweiten Produktion von Todesgeräten


Der deutsche Anspruch ist klar formuliert: «die Bundeswehr zur stärksten Armee Europas zu machen» (Olaf Scholz) und das, „whatever it takes“ [ „was immer es auch koste“] (Friedrich Merz). «Europa aufrüsten» bedeutet vor allem «Deutschland aufrüsten». Ein Schlüssel- und Treiberelement dieser Aufrüstung ist das Unternehmen Rheinmetall, geboren unter dem Kaiserreich, blühend unter dem Dritten und aufsteigend zum Firmament unter dem Vierten. Eine Zahl sagt alles: Der Börsenkurs des Unternehmens ist von 60 € im Jahr 2016 auf 1.164 € zum Zeitpunkt, da wir schreiben, gestiegen. Die diesjährige Dividende pro Aktie beträgt 11,50 €, gegenüber 8,10 im Vorjahr. Der für 2026 prognostizierte Umsatz soll um 40 bis 45 % über dem von 2025 liegen, also zwischen 14 und 14,5 Milliarden Euro. Die Anzahl der weltweit beschäftigten Mitarbeiter stieg von 23.000 im Jahr 2020 auf heute 34.000, verteilt auf 160 Standorte auf vier Kontinenten. Kurz gesagt, der Sponsor von Borussia Dortmund (20 Millionen €) kann stolz verkünden: «Wir sind wieder wer», das selbstzufriedene Motto des «deutschen Wirtschaftswunders» der 1950er-1960er Jahre. Und das bei ausschließlicher Konzentration auf die militärische Produktion, nachdem alle zivilen Produktionsaktivitäten (vor allem Automobil) liquidiert wurden. Weit entfernt sind die Zeiten, in denen Rheinmetall nach den beiden Weltkriegen des 20. Jahrhunderts zeitweise auf die Produktion von Schreibmaschinen, Rechenmaschinen und Traktoren umsteigen musste!

Rheinmetall hat nun nur noch den Namen, der rheinisch ist. Die Familie Röchling, die 42 % der Aktien (570 Millionen €) hielt, verkaufte diese 2004 und beauftragte Goldman-Sachs und BNP Paribas mit der Suche nach Käufern [75 institutionelle Anleger, darunter Black Rock, The Vanguard Group, Bank of America, FMR LLC und Norges Bank Investment Management], womit sie 48 Jahre typisch rheinischen „geduldigen Kapitalismus“ beendete und den Konzern in die Welt der Dividendenjäger, den „ungeduldigen Kapitalismus“ der Börsenspekulanten, eintreten ließ.

In diesem zunehmend kriegerischen europäischen Kontext, mit Deutschland als operativem Vorreiter, erschien es uns angebracht, ein Porträt des Konzerns seit seiner Gründung aus verschiedenen Blickwinkeln zu zeichnen, das wir in zehn Teilen veröffentlicht haben. Hier ist die ganze Reihe.

Viel Vergnügen (und Wut) beim Lesen.

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INHALTSVERZEICHNIS

EINFÜHRUNG.. 4

I - Geschichte des Konzerns. 7

II - Konzernstruktur. 14

III- Finanzielles und strategisches Lagebild von Rheinmetall (März 2026) 16

IV – Hauptkunden von Rheinmetall 20

V. Stellung von Rheinmetall im Rahmen von ReArm Europe/Readiness 2030. 24

VI - Alle Produktionsstandorte von Rheinmetall 29

VI-Die offensiven Produkte von Rheinmetall: ein kleiner Katalog der Todeswerkzeuge. 39

VIII- Rheinmetall und Israel: eine Beziehung der „Koopetition“. 44

IX- Mobilisierungen gegen Rheinmetall 49

X – Bonus : Einblicke in einige Schattenseiten des Oktopus. 60