06/11/2026

1.185 US-Militärstützpunkte, rund um die Erde
Was die „wunderbaren“ Ergebnisse der Halbzeitwahlen nicht ändern werden

 

Auszug aus Werner Rügemer: Broken USA. 250 Jahre Kriege, Lügen und Unterdrückung. Hintergrund Verlag, Berlin 2026, 10,90 Euro. ISBN 978-3-910568-35-8

Die USA betreiben etwa 1.185 dauerhafte, große Militärstützpunkte. Etwa 335 sind in den USA selbst, etwa 850 außerhalb der USA rund um die Erde, auf allen Kontinenten, in etwa 80 Staaten.

Die Zahl 1.185 ist unscharf, weil solche dauerhaften, großen US-Stützpunkte oft noch Außenstellen, Trainingszentren u.ä. haben, die offiziell nicht dokumentiert werden – wenn diese mitgezählt werden, steigt die Zahl allein in den USA auf bis zu 3.000; Statista kommt auf weltweit 4.855.[1]

Dauerhaft, mobil: Unscharfe Definition

Außerdem betreibt das US-Militär im Ausland neben den dauerhaften, festen, offiziellen Basen zunehmend auch mobile, kurzfristige, nicht-offizielle Standorte, für Einsätze in Konfliktgebieten, also Drohnenbasen, Logistikzentren und Kommandozentralen - wie etwa mehrere Jahre lang in Syrien, bis die von den USA auch mithilfe angeleiteter Terrorgruppen bekämpfte Regierung von Bashar al Assad gestürzt war.

USA: Weltweit unbeliebt, zunehmend bekämpft

Auch im Ausland, auch in „befreundeten“ Staaten, etwa in den europäischen NATO-Mitgliedsstaaten wie Deutschland, unterliegen die US-Stützpunkte dem US-Kriegsministerium – die jeweiligen Regierungen haben keine Mitentscheidung, etwa wenn die Stützpunkte für die Lagerung von Atombomben oder für Kriegseinsätze genutzt werden, über die nur die USA entscheiden.

Der Democracy Perception Index 2026 zeigt die wachsende Unbeliebtheit dieser US-Präsenz: Nur in zwei Staaten, Polen und Südkorea, gibt es noch eine mehrheitliche Zustimmung in der Bevölkerung, wobei diese Mehrheit zudem äußerst knapp ist, bei 51 Prozent. In den letzten Jahren sinkt in den meisten Staaten die Zustimmung, und es steigen Kritik, Proteste, Kundgebungen, auch Blockaden etwa gegen US-Kriegstransporte an Israel über Häfen in Italien.[2]

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