Auszug aus
Werner Rügemer: Broken USA. 250 Jahre Kriege, Lügen und Unterdrückung. Hintergrund Verlag, Berlin 2026, 10,90
Euro. ISBN 978-3-910568-35-8
Die USA betreiben
etwa 1.185 dauerhafte, große Militärstützpunkte. Etwa 335 sind in den USA
selbst, etwa 850 außerhalb der USA rund um die Erde, auf allen Kontinenten, in
etwa 80 Staaten.
Die Zahl 1.185
ist unscharf, weil solche dauerhaften, großen US-Stützpunkte oft noch
Außenstellen, Trainingszentren u.ä. haben, die offiziell nicht dokumentiert
werden – wenn diese mitgezählt werden, steigt die Zahl allein in den USA auf
bis zu 3.000; Statista kommt auf weltweit 4.855.[1]
Dauerhaft, mobil: Unscharfe Definition
Außerdem betreibt
das US-Militär im Ausland neben den dauerhaften, festen, offiziellen Basen
zunehmend auch mobile, kurzfristige, nicht-offizielle Standorte, für Einsätze
in Konfliktgebieten, also Drohnenbasen, Logistikzentren und Kommandozentralen -
wie etwa mehrere Jahre lang in Syrien, bis die von den USA auch mithilfe
angeleiteter Terrorgruppen bekämpfte Regierung von Bashar al Assad gestürzt
war.
USA: Weltweit
unbeliebt, zunehmend bekämpft
Auch im Ausland,
auch in „befreundeten“ Staaten, etwa in den europäischen NATO-Mitgliedsstaaten
wie Deutschland, unterliegen die US-Stützpunkte dem US-Kriegsministerium – die
jeweiligen Regierungen haben keine Mitentscheidung, etwa wenn die Stützpunkte für
die Lagerung von Atombomben oder für Kriegseinsätze genutzt werden, über die
nur die USA entscheiden.
Der Democracy
Perception Index 2026 zeigt die wachsende Unbeliebtheit dieser US-Präsenz:
Nur in zwei Staaten, Polen und Südkorea, gibt es noch eine mehrheitliche
Zustimmung in der Bevölkerung, wobei diese Mehrheit zudem äußerst knapp ist,
bei 51 Prozent. In den letzten Jahren sinkt in den meisten Staaten die
Zustimmung, und es steigen Kritik, Proteste, Kundgebungen, auch Blockaden etwa
gegen US-Kriegstransporte an Israel über Häfen in Italien.[2]
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